HSG Plesse-Hardenberg - SG Börde Handball
Einspruch erfolgreich: Börde bekommt im Oberliga-Abstiegskampf ein Extra-Spiel
Partie gegen den Lehrter SV vom 18. April wird nach Regelverstoß neu angesetzt
Die SG Börde Handball hat einen vermeintlichen Joker im Oberliga-Abstiegskampf erhalten. Denn der Einspruch, den die SG Börde nach der Partie gegen den Lehrter SV eingereicht hatte, war erfolgreich. Die Partie wird neu angesetzt, sodass die Handballer aus dem Ostkreis statt noch zwei Begegnungen im Saisonendspurt sogar drei Partien zu absolvieren haben. Sollte die Mannschaft von Trainer Dennis Bühn alle drei Begegnungen gewinnen, könnte der Klassenerhalt in der fünften Liga winken.
Aber zurück zum Spiel gegen den Lehrter SV. Das hatten die Börde-Handballer am 18. April in Lehrte knapp mit 31:30 verloren. Allerdings zu Unrecht, nach Meinung der SG. „Nach unserer Auffassung ermöglichten zwei Regelverstöße in den letzten Sekunden des Spiels den entscheidenden Treffer für Lehrte“, heißt es in einem Statement des Vereins in den sozialen Medien.
Auch wenn es nicht gelungen sei, die Partie sportlich für sich zu entscheiden, sah man sich im Börde-Lager „gezwungen, diese rechtliche Möglichkeit wahrzunehmen“, geht das Schreiben weiter. Und nun bekam der Tabellen-13. recht und die Begegnung wird neu angesetzt. „Wir wissen, dass solche Entscheidungen alle Beteiligten fordern – umso wichtiger ist es, dass sie im Sinne des Sports getroffen werden“, ist nach dem positiven Einspruch in den Börde-Netzwerken zu lesen. Ein Termin ist allerdings noch nicht bekannt.
Zunächst ist die SG Börde am Samstag (19.15 Uhr) bei der HSG Plesse-Hardenberg gefordert. Und da soll die Minimalchance auf den Klassenerhalt in der Oberliga aufrechterhalten werden.
Mit 17:31 Punkten an vorletzter Stelle müssen im Restprogramm unbedingt noch Zähler für den Ligaverbleib her. Einen Ausrutscher im letzten Auswärtsspiel in Bovenden beim Tabellenachten HS Plesse-Hardenberg darf sich die Mannschaft von Börde-Trainer Dennis Bühn ebenso wenig erlauben wie auch in den dann folgenden Begegnungen gegen die Drittliga-Reserve des MTV Braunschweig und den Lehrter SV. Jetzt gibt es nur noch Endspiele.
Zuletzt hatte das Team aus dem Ostkreis gegen den TuS Altwarmbüchen Big Points gelandet. Der Schwung aus dem 36:24-Sieg soll am Samstag mit in die Auswärtspartie genommen werden. „Unser Anspruch muss noch sein, die letzten Pflichtspiele zu gewinnen. Was zusätzlich aufgrund der prekären Tabellenkonstellation auch ins Konzept passen würde, wären Ausrutscher der Mitkonkurrenten im Abstiegskampf“, sagt der Börde-Coach. „Ob das gelingt, bleibt abzuwarten, denn auch die Rivalen brauchen im Überlebenskampf ebenfalls jeden Zähler.“
Der Tabellenelfte HSG Heidmark muss beim Schlusslicht und bereits feststehenden Absteiger TG Münden antreten, die an zwölfter Stelle stehenden Barsinghäuser sind bei der Zweitvertretung des TSV Anderten zu Gast. „Die Motivation ist auf jeden Fall groß, noch etwas Zählbares zu erreichen“, ergänzt Bühn. Von Walter Mahr und Maximilian Willke