SG Börde Handball verspielt Chance
Die Oberliga-Handballer der SG Börde haben die Chance, sich im Abstiegskampf einen Vorteil gegenüber den Mitkonkurrenten zu verschaffen, nicht genutzt. Das richtungsweisende Spiel bei der HSG Plesse-Hardenberg ging mit 26:27 verloren.
Klar, dass die Stimmung nach der 15. Saisonniederlage bei allen Beteiligten sehr gedrückt war, denn insgeheim hatte man mit einem Auswärtssieg geliebäugelt. Damit hätte man auch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Jetzt hat das Börde-Team aus den zwei noch ausstehenden Spielen gegen die Drittliga-Vertretung des MTV Braunschweig (9. Mai) und dem Lehrter SV (12. Mai) den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand und ist auf Schützenhilfe angewiesen.
Der Druck, der auf den Schultern der Börde Handballer lag, war in der ersten Halbzeit unverkennbar. Zwar blieben sie bis zum 10:10 (25.) auf Augenhöhe, als sich danach die Anzahl der Fehler im Abwehrverband häuften, setzten sich die Gastgeber bis zur Halbzeit auf 14:10 ab. „Wir haben verkrampft gespielt und zu viele leichte Gegentore kassiert“, sagte SG--Trainer Dennis Bühn.
Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gäste besser ins Spiel, doch bis zum 17:23 (46.) gab es zunächst nur wenig Anzeichen, dass die Begegnung noch kippen könnte. Erst in der Schlussphase folgte noch einmal ein Aufbäumen der SG. Kenny Blotor, Tom Abmeier, Simon Hümpel, Jacob Bertram und Maximilian Hilscher sorgten für den Anschluss zum 24:25 (58.). Die Hoffnung auf eine Wende zerplatzte aber, weil einige gute Chancen nicht genutzt wurden. Die Hausherren erhöhten auf 27:24 (60.). Der Börde-Topscorer Jacob Bertram (insgesamt sieben Tore) konnte mit einem Doppelschlag nur noch auf 26:27 verkürzen. Dann war Schluss. „Gegen diesen Gegner wäre mehr möglich gewesen,“ sagte Bühn. pw